Refugee berichtet vom Umgang während der Besetzung

Einer der Refugees, der in der Nacht zu Montag bereits vom Dach gekommen war, berichtet vom Umgang der Polizei während der Besetzung. Er berichtet, dass Essen, das von einem Pfarrer für die Refugees im Hostel abgegeben wurde, vor deren Augen von den anwesenden Polizist*innen gegessen wurde. Weiter berichtet er, dass herbeigerufene Ärzt*innen den Gesundheitszustand der Refugees nur aus meterweiter Entfernung einschätzen durften. Den Refugees soll zugerufen worden sein, dass sie für eine intensivere ärztliche Kontrolle vom Dach hätten kommen müssen. Außerdem berichtet er, dass das Krankenhaus, im dem er sich zur Behandlung hatte einliefern lassen nachdem er vom Dach gekommen war, ihm keine Medikamente oder Behandlung angeboten hatten, nicht einmal ein Glas Wasser. Stattdessen hätte es achtzig Euro an Behandlungsgebühr gefordert.

Heute Abend 18 Uhr Demonstration vom Supermarkt Warschauer Straße. Es wird eine Pressekonferenz der Refugees geben, wir informieren über Zeitpunkt und Ort.

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22 thoughts on “Refugee berichtet vom Umgang während der Besetzung

    • Die Polizeiärzte werden wohl kaum eigenes Fehlverhalten zugeben. Genauso wie Polizisten wohl kaum zugeben werden, vor den Augen der Protestierenden das Essen aufgefuttert zu haben, welches eigentlich für sie bestimmt war. Interessant wäre aber, ob der Pfarrer evtl. etwas bestätigen kann. Ich könnte mir aber vorstellen, dass die Polizisten sich in seiner Anwesenheit zusammengerissen haben.

      Das Verhalten des Krankenhauses klingt realistisch. Es ist in Deutschland leider nicht unüglich, dass man erst behandelt wird, wenn die Bezahlung gesichert ist.

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    • Das ist das Problem der geflüchteten Menschen. Warum braucht es “glaubhafte Bestätigungen”, wenn ein Refugee von seiner Situation berichtet? Ist er unglaubhaft wegen seiner Herkunft/Hautfarbe/…? Bitte bringt den Menschen, die von Ausgrenzung und Diskriminierung betroffen sind mehr Vertrauen entgegen.

      Nach all den Berichten von Geflüchteten, Supporter_innen und Anwohner_innen denke ich, dass Polizei und Behörden zu jeder Form von zynischem und rassistischem Verhalten fähig.

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      • du kannst gern glauben, was du willst.
        wenn hier jedoch öffentlich etwas dargestellt wird,
        dann steht es als tatsache.
        für tatsachen braucht es beweise.
        ansonsten ist es eine tatsachenbehauptung.

        ich glaube niemandem, der mir erzählt, im
        himmel ist jahrmarkt, wenn ich das nicht selbst
        nachprüfen kann

        oder wenn die quelle mir nicht vertrauenerweckend erscheint.

        dabei spielt es keine rolle, um wen es geht.

        wenn es zynisches und rassistisches verhalten gibt, dann
        auf allen seiten, von allen beteiligten.

        und vor allem sollte
        man als erstes bei sich selbst gucken.

        denn: ein/e polizist/in ist ein mensch genau wie ein refugee.

        es macht einen refugee per se nicht zu einem guten menschen,
        weil er ein refugee ist.

        wie es eine/n polizist/in per se nicht zu einem schlechten menschen macht,
        weil er/sie polizist/in ist.

        das wäre doch ein sehr einfach gestricktes weltbild.

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  1. Nachtrag: nachdem ich das einigungspapier o- Platz gelesen,

    nachdem ich es mit der ursprünglichen version vom 5.3.14 verglichen

    nachdem ich das Gutachten “zur rechtlichen Situation der Flüchtlinge vom oranienplatz” gelesen habe – bis Seite 14

    Nachdem ich das analysiert habe

    Und nachdem bei mir eine ganze latte von weiteren fragen entstanden ist,

    Habe ich beschlossen, mich speziell mit dieser o-platz-geschichte nicht weiter zu befassen.

    Mit der Unterzeichnung des Einigungspapieres im März 2014 wird das ganze in transparent und fragwürdig.

    Das ganze procedere bietet aufgrund der Handlungsweise a l l e r beteiligten einen großen Spielplatz für Vermutungen, Spekulationen, Auslegungen.

    Nichts ist konkret.

    Hämisch (und besser wissend) kann man sagen: was gewollt, aber nicht gekonnt.

    Gemäßigt muss man sagen: das war ein Schuss in den Ofen. Hoffentlich lernen alle beteiligten daraus.

    Mein persönlicher Eindruck: hier war sich letzten Endes doch jeder selbst am nächsten. Die persönliche not hat die Flüchtlinge nicht zusammengeschweißt. Dazu waren sie viel zu unterschiedlich.

    Diese verworrene Situation konnte und kann nicht auf der emotionalen ebene gelöst werden.

    Was ich allerdings wichtig finde:

    IntegrationsSenatorin Kolat auf den Fersen bleiben, was ihre zusage betrifft, die Flüchtlinge in ihren Kernanliegen zu zu unterstützen. Vor allem, ob sie die uebergeordneten Ziele wie abschaffung d. Residenzpflicht tatsächlich in die Berliner Gremien traegt und sich dafür dauerhaft einsetzt.

    Zum Schluss: Hoffnungen wecken ist nicht das gleiche wie falsche Versprechungen machen.

    Ich hoffe, das die Gesetzeslage sich in den wesentlichen punkten aendert.

    Ich wünsche mir, dass sich die Lebensbedingungen für Menschen generell verbessern. Niemand sollte hungern müssen, niemand sollte einem Krieg ausgesetzt werden.

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  2. Pingback: Moment: Fussball im Unterstützer/innencamp der Flüchtlinge in der Gürtelstraße Berlin : Plan A

  3. dieser refugee lügt. die flüchtlinge durften jederzeit in anwesenheit des schlichterteams der polizei essen und trinken. dieser refugee lügt, um seinen unterstützern zu gefallen. der pfarrer kann das zu jeder zeit bestätigen. was für ein politikum. was für eine abgrundtiefe lüge. was für ein infames verhalten. was für eine instrumentalisierung.

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      • wer seid ihr denn eigentlich?

        niemand kennt euch.

        du antwortest hier mit “guertelstraße”.

        ein – ebenfalls namenloser – refugee genießt das vollkommene vertrauen von guertelstraße.

        was glaubt ihr, wie glaubwürdig das ist?

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      • Aus der Vergangenheit habe ich gelernt das die Refugees deutlich glaubhafter sind als die Polizei, geschweige denn die Dauerphantasierende Pressestelle der Berliner Polizei. Der “Pfarrer” braucht nichts mehr zu bestätigen, er hat das schon getan, kannste nachlesen im Interview!!! Vllt. lohnt es sich in Zukunft erst weiter Informationen einzuholen bevor man jemanden sein Misstrauen ausspricht.
        Oder liegt das gar nicht so in deinem Interesse liebe “Onlinemeier”? Gehörst du etwa zu dieser “UnserGörliGentrifizierungsYuppie – Clique” die schon seit längerem daran arbeitet alles was nicht in ihr Weltbild passt aus Berlin (speziell Kreuzberg) zu Verdrängen? Mir scheint dies oder ähnliches wahrscheinlich wenn ich sehe wie vehement du hier immer wieder Beweise forderst die es schon lange gibt. Oder bist du etwa eine von diesen Beamtinnen die jetzt versuchen sich aus der Nummer rauszuwinden (Sollte das mit dem Essen tatsächlich stimmen handelt es sich evtl. um gemeinschaftlich begangenen, da das essen sicherlich insgesamt etwas mehr wert war, schweren Diebstahl seitens der beteiligten Beamten)?!?

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      • Es gibt gerade eine Pressekonferenz auf dem Oplatz. Und die Refugees dort sind keineswegs namenlos. Und ich finde die Aussagen vertrauenswürdiger als die Version der Polizei.

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      • Mittlerweile haben mindestens zwei Refugees, die sich auch namentlich auf der Pressekonferenz vorgestellt haben, die Info bestätigt. Ihr Argument mit dem “namenlos” ist damit vollkommen entkräftet, Frau Meier.

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    • Die einzige die hier lügt ist gerdaabendsonne… möchte man dies überprüfen empfehle ich die Artikel der lezten Tage, die Polizei hat mehrfach und sehr unverblümt zugegeben das die Refugees kein Essen erhalten, was sie hier schreiben ist weniger lesenswert als Dünnschiss

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  4. Frau Onlinemeier, suchen Sie sich doch einfach irgendeines aus. Ihc verstehe die Frage nicht- die Grundaussage wird doch so ziemlich in jedem dieser Artikel bestätigt. Es gab kein Essen, unzureichend Flüssigkeit, keinen ärztlichen, geistlichen oder rechtlichen Beistand.
    Darüberhinaus wurde diese Haltung auch von den allermeisten diensthabenden Polizisten vor Ort gerechtfertigt. Wieso sind Sie nciht einfach mal selbst hingegangen, so wie es selbst mein Sohn (10 Jahre) gemacht hat und haben mti den Polzisten gesprochen? Ihc halte es für eine reichlich verdrehte logik, nun hier von “uns” irgendwelche Beweise einzufordern- wieso sind “wir” respektive die Flüchtlinge Ihnen ggü. in einer Bringschuld?
    Nun mal ein paar Gedanken konkret zu folgendem Zitat. Sie schrieben:
    1.”oder wenn die quelle mir nicht vertrauenerweckend erscheint.
    dabei spielt es keine rolle, um wen es geht.”

    –> Mit Verlaub, dass ist in sich vollkommen unlogisch. Weshalb erscheint Ihnen denn eine Quelle “nicht vertrauenserweckend” und wie kann es gleichermaßen in dem Zusammenhang sein, dass es dennoch keine Rolle spielt, um wen es bei der Quelle geht? Andres gefragt: An welchem Kriterieum machen Sie denn die Glaubwürdigkeit einer Quelle fest, wenn nicht (u.a.) am Kriterium der Identität des Autoren?

    2. “wenn es zynisches und rassistisches verhalten gibt, dann
    auf allen seiten, von allen beteiligten.”

    –>äh, wie meinen? Können Sie vielleicht konkretisieren, inwiefern es seitens der Flüchtlinge zu zynischem und/oder rassistischem Verhalten gekommen sein soll? Das hätte ich doch gerne mal mit ein paar Beispielen belegt.

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    • Herr oder Frau Zen,
      hallo guertelstraße,

      “wieso sind “wir” respektive die Flüchtlinge Ihnen ggü. in einer Bringschuld?”

      Die Betreiber/innen dieses öffentlichen Blogs sind in einer Art Bringschuld, wenn man es so nennen will, weil:

      Jede/r der/die ein öffentliches Blog betreibt, ist im Sinne des Presse- bzw. Telemedienrechtes verpflichtet, ein Impressum anzugeben. Aus dem Impressum muss hervorgeben, wer verantwortlich ist für die Inhalte, eben im Sinne des Presse- oder Telemediengesetzes.

      Da die Blogbetreiber/innen hier nicht hier persönliche Meinung kundtun, sondern Informationen zur Verfügung stellen, die Tatsachen gleichkommen, sind diese Tatsachen eben auch zu belegen.

      Ansonsten sind es, wie gesagt, Tatsachenbehauptungen.

      Wenn es sich hier um ein bloßes Meinungsmedium handelt, dann bitte als solches kennzeichnen.

      “Weshalb erscheint Ihnen denn eine Quelle “nicht vertrauenserweckend” und wie kann es gleichermaßen in dem Zusammenhang sein, dass es dennoch keine Rolle spielt, um wen es bei der Quelle geht?”

      Die Quelle ist in diesem Fall für mich dieses Blog, dass mir hier Informationen gibt. Eine solche Quelle ist für mich dann nicht vertrauenerweckend, wenn wie gesagt, ich nicht weiß, mit wem ich es hier überhaupt zu habe. Herr Zen und Frau Guertelstraße ist alles und nix.

      Wenn Herr Zen und Frau Guertelstraße oder Onkel AllesWurscht nun darüber berichten, dass jemandem dies und jenes widerfahren ist,

      dann ist es für meinen Zweifel und meine Nachfragen egal, ob es sich bei diesem jemand, über den oder die berichtet wird, um einen Refugee oder nicht um einen Refugee handelt.

      Das gleiche gilt, wenn dieser jemand zitiert wird, von Herrn Zen, Frau Guertelstraße oder Onkel AllesWurscht.

      Ob jemand zynisch ist oder rassistisch ist, möge jede/r einmal für sich selbst überprüfen.

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  5. “Ob jemand zynisch ist oder rassistisch ist, möge jede/r einmal für sich selbst überprüfen.”

    –> Genau, tun Sie das doch mal in Bezug auf sich selbst und teilen uns hier dann das Ergebnis mit, bitte! Dennoch sehr schade, dass Sie die antwort auf meine diesbezügliche Frage nciht geben wollen
    Sie fordern von hier Kommentierenden (ungleich Betreiber des blogs)- zu denen Sie selbst ja auch zählen, nebenbei bemerkt- dass diese Ihre Hausaufgaben machen sollen.Was im Übrigen längst geschehen ist, wie auch aus den Kommentaren ersichtlich wird.
    Ich habe mich selbst vor Ort informiert, habe mit Menschen gesprochen (darunter auch Polizisten), die Szenerie beobachtet usw.
    Wenn Ihnen (wie mir übrigens auch) so stark am Erfassen der Wirklichkeit liegt- wieso haben Sie sich dann nicht vor Ort informiert, geschaut, was Sie mit eigenen Augen zu sehen bekommen können? Womit ich wieder beim Thema Bringschuld bin. Entschuldigen Sie bitte, dass ich das so klar sagen muss, aber Sie verharren in einer Konsumentenhaltung, was den Punkt angeht.
    Unabhängig davon ist es natürlich prinzipiell sinnvoll, wenn man ernsthaft recherchiert, auch die Quellen zu hinterfragen. Wieso der Zweifel gegenüber einem “Herr Zen” gerechtfertigter sein soll, als an
    -einer Zeitung
    -der Polizei
    -Ihnen selbst
    und nicht diesbezüglich besser das Kriterium “Cui bono” angewandt werden sollte, müssten Sie mir indes bitte mal erklären.

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    • ach, zen, du bist auch nur ein kommentator…
      mit deiner sicht auf die dinge.

      und ich bin jemand mit einer anderen sicht auf die dinge.

      vor allem stelle ich fragen und stelle dinge in frage.

      aber es gibt hier keine antworten auf meine fragen.

      auf solche unergiebigen wortgefechte habe ich keine lust.

      ich habe mich mit dem konkreten problem eingehend auseinandergesetzt.
      und habe eine haltung gefunden.

      darüber bin ich froh.

      hier kommt nichts gescheites mehr bei rum. du arbeitest offenbar gern mit unterstellungen. das langweilt mich.

      PS: dein nickname passt überhaupt nicht.

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